| Vom alten Dienstbotenspital zum modernen Bezirkskrankenhaus |
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Aus der Eröffnungsansprache des damaligen Bürgermeisters Josef Brandauer (1973) "Die Verwirklichung der jahrzehntelangen Vorstellungen nach einem zeitgemäßen, den Anforderungen der Medizin entsprechenden Krankenhaus war nicht nur Wunsch der Ärzte und Patienten, sondern auch des Pflege- und Hauspersonals des alten Krankenhauses, die sich für ihren schweren Dienst verständlicherweise nach besseren Arbeitsbedingungen gesehnt haben." Humane Aufgabenstellung Die Gemeindevertretung selbst hat die notwendigen Beratungen jeweils verantwortungsbewusst geführt und die Entscheidungen immer so getroffen, dass im Interesse des Projektes der größte Nutzen erreicht werden kann. Freilich verlangte dieser Krankenhausbau große Opfer und den Verzicht oder zumindest einen Aufschub für die Erfüllung anderer wichtiger Aufgaben und Probleme, wie auch die zu erwartenden Betriebsabgänge eine schwere Belastung für den Haushalt der Stadt darstellen werden. Wenn uns aber sozialer Fortschritt und die Erhaltung oder die Wiedergewinnung der Gesundheit unserer Mitbürger mehr als nur Schlagworte bedeuten, dann haben wir die Verpflichtung, uns auch zu den Belastungen zu bekennen, die aus der Erfüllung dieser humanen Aufgabenstellung heraus erwachsen. Es ist daher ebenso bemerkenswert wie erfreulich, feststellen zu dürfen, dass alle Beschlüsse, die im Zusammenhang mit dem Bau des neuen Krankenhauses notwendig waren, ausnahmslos einstimmig gefasst worden sind. Dafür möchte ich den Mitgliedern der Stadtgemeindevertretung recht herzlich danken. Primarius Dr. Lintner, als ärztlicher Leiter des Krankenhauses, war seit vielen Jahren immer bemüht, eine für die Notwendigkeit unserer Stadt und des Bezirkes bessere Krankenanstalt zu erreichen, die den Kranken bessere Aufenthalts- und Unterbringungsmöglichkeiten bietet und die für Ärzte, Schwestern und Hilfspersonal bessere Arbeitsbedingungen schafft. Ich möchte auch ihm dafür herzlich danken, weil er durch seine Bemühungen viele Grundlagen für das neue Haus geschaffen hat. Ursprünglich Mühle und Bäckerei Mit diesen Ausführungen soll aber nicht der Eindruck erweckt werden, als ob früher im Rahmen der gegebenen Möglichkeiten nicht auch alles getan worden wäre, um dem kranken Menschen nach besten Kräften zu helfen. So sei mir gestattet, den Werdegang des bisherigen, derzeit zwar noch in Betrieb stehenden, aber vom baulichen und medizinischen Standpunkt aus vollkommen veralteten Krankenhauses aufzuzeigen: Das aus dem 16. Jahrhundert stammende Haus diente ursprünglich einer Mühle und Bäckerei. Aus der Geschichte unserer Stadt wissen wir, dass schon im Jahre 1832 in der Spitalgasse 142, dem jetzigen Vikarhaus, durch k.u.k. Salinenphysikus Dr. Franz Ferchl ein bürgerliches Krankenheim für Diener und Dienerinnen gegründet wurde. Im Jahre 1837 erfolgte durch die Halleiner Schifferinnung eine Sammlung im Namen der leidenden Menschheit zur Gründung einer bürgerlichen Krankenanstalt für arme Dienstboten und Handwerksgesellen der k.k. Salinenstadt Hallein. Diese Anstalt, die am 1. Mai 1839 eröffnet wurde, hatte aber sogleich mit Schwierigkeiten zu kämpfen, so dass sich die Ausschüsse veranlasst sahen, sich wegen der Befremdung über die großen Ausgaben an die edlen Bewohner der Stadt Hallein zu wenden. Darf ich hier als persönliche Bemerkung einfügen: Also auch schon damals, nicht erst heute... Im Jahre 1893 war das Haus Hallein 152, das jetzige Krankenhaus, über Anregung des damaligen weitblickenden Bürgermeisters Schöndorfer in das Eigentum des Dienstbotenspitals übergegangen und, wie es heißt, derart adaptiert, dass es mit seinen hellen, lichten, luftigen Räumen und seinem mehr als 40 Betten dem schönen Zweck, dem es zu dienen hatte, entsprechen konnte. Und es sollte nicht die letzte Adaptierung gewesen sein: Das Jahr 1907 wird als das Entstehungsjahr eines öffentlichen Krankenhauses angesehen (Vorsorge für die Aufnahme von Kranken aus den unteren Bevölkerungsschichten wurde getroffen). ![]() das Krankenhaus Hallein, ca. 1930 1926 erfolgte der Umbau des südseitigen Nebengebäudes zur Unterbringung der Küche mit Vorratsräumen und zur Gewinnung von neuen Krankenzimmern und Unterkünften für Schwestern und Dienstpersonal. 1927 wurde ein neues, zweckentsprechendes Treppenhaus eingebaut. 1931 wurden der Neu- und Anbau eines vollständig unterkellerten, einstöckigen und modern ausgestatteten OP-Traktes, von Klassezimmern sowie der Einbau der Zentralheizung und einer Lichrufanlage durchgeführt. Ausbau unter Neumayr und Dirnberger Durch diese großzügigen Baumaßnahmen unter Bürgermeister Neumayr und dem damaligen ärztlichen Leiter der Anstalt, Primarius Dr. Dirnberger, wurden die Voraussetzungen für die Erlangung des Status eines allgemein öffentlichen Krankenhauses geschaffen. 1933 erfolgte der Bau einer Isolierbaracke. 1939 wurde der vollständige Ausbau des Dachgeschosses vorgenommen, ursprünglich als Schwesternschule geplant. Infolge der Kriegsereignisse wurden die neugewonnenen Zimmer zur Unterbringung von Kranken herangezogen. 1942 Einbau von neuen Bädern und Klosettanlagen und Erweiterung der Zentralheizung. 1943 Errichtung einer Krankenbaracke 1954 Neubau eines Erdgeschoßpavillons anstelle der Kranken- und der Isolierbaracke, wodurch 33 Betten und 1 Säuglingszimmer geschaffen wurden. In den Folgejahren wurden die Zentralheizung auf alle Räume ausgedehnt, die Heizung selbst auf eine Ölfeuerungsanlage umgestellt, die Lichtrufanlage erweitert und modernisiert sowie moderne Geräte, wie Röntgenapparat und Sterilisationsanlage, angeschafft. Der damalige Bettenstand betrug maximal 130 Betten, der später auf 90 Betten reduziert wurde, um einen höheren Luftkubus zu erreichen. Ich mache diese Schilderung deshalb, weil dadurch die Bestätigung erbracht werden sollte, dass die Stadt als Träger des Krankenhauses, wie vorher erwähnt, jeweils alles im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten getan hat, den Anforderungen gerecht zu werden, wenngleich aber trotz moderner Medizin und fortschreitender Technik die baulichen Voraussetzungen für eine entsprechende Unterbringung und Versorgung der Kranken nicht im gewünschten Umfang erreicht werden können. Sperre oder - Neubau So gesehen, blieb also nach der Androhung der gänzlichen Sperre des derzeitigen Krankenhausbetriebes aus bau- und feuerpolizeilichen Gründen keine andere Wahl als entweder das Krankenhaus Hallein aufzulassen und die Patienten dem Landeskrankenhaus in Salzburg zu überanworten oder, was im Hinblick auf das große Einzugsgebiet und die geballte Industrie in unserem Raume verständlich ist, zu einem Neubau zu gelangen. Diese letzten Gründe waren ausschlaggebend für den Beschluss zur Errichtung des neuen Krankenhauses. Die Finanzierung des Gesamtprojektes war ein nicht zu unterschätzendes Problem. Die Gestehungskosten für den Krankenhauskomplex einschließlich Einrichtung, Grundkosten, Aufschließung und Eigenmitteln für das Ärzte- und das Personalwohnhaus belaufen sich auf mehr als 80 Millionen Schilling, wobei die Kosten des noch nicht ausgebauten 3. Obergeschosses beinhaltet sind. Zu diesen Gesamtkosten leisteten das Land Salzburg 30 Millionen Schilling und die Einzugsgemeinden des Tennengaues sowie der Bezirksfürsorgeverband 6,8 Millionen Schilling. Der fehlende Betrag von voraussichtlich ca. 45 Millionen Schilling ist aus Mitteln der Stadt aufzubringen. Rund 25 Millionen Schilling werden unter Berücksichtigung des Investitionsplanes der Stadtgemeinde Hallein aus ordentlichen Haushaltsmitteln und 20 Millionen Schilling durch die Aufnahme von langfristigen Darlehen zur Verfügung gestellt." Soweit Bürgermeister Josef Brandauer in seiner Rede von 1973.
Das
neue Haus
Als Konsiliararzt für Neurologie ist seit Juli 2004 der mit einer Praxis in Bischofshofen niedergelassene Facharzt für Neurologie Dr. Gert Zanker in unserem Hause beschäftigt. Der neue Südteil des Krankenhauses Hallein An Gesamtkosten sind für den Umbau ca. € 26 Millionen (ohne Ust.) präliminiert. Mit dem Baumanagement wurde die Firma Sabag beauftragt, welche bereits einschlägige Erfahrungen in Krankenhauszu- und -umbauten aufweist.
Am 9.Oktober 2007 wurde das Jubiläum175 Jahre Krankenhaus Hallein gefeiert.
Den ersten
Platz erzielte Richard Karl:
Den zweiten
Platz erzielte Sr. Christ Brandhuber: „Erinnerungen“
LAbg.
Clubobfrau Gerlinde Rogatsch, zweiter Landtagspräsident Michael Neureiter,
Unter den Ehrengästen befanden sich unter anderem Landeshauptfrau Gabi Burgstaller, Clubobfrau Gerlinde Rogatsch und Bürgermeister Christian Stöckl welche in einem Round Table Gespräch einen Ausblick auf die zukünftige Gesundheitspolitik des Landes Salzburg gaben. Es wurde auch bekräftigt, dass es politischer Wille des Landes Salzburg sei, dass alle Krankenhäuser erhalten bleiben und mit entsprechenden Aufgaben bedacht werden.
Frau Prim. Dr. Monika Wörther-Madl eröffnete im Herbst 2007 eine Facharztpraxis für Röntgenologie in der Stadt Hallein und schied somit aus dem Dienststand des Krankenhauses aus. Die interimistische Leitung der Radiologie wird durch Fr. FA Dr. Irena Zabkova wahrgenommen. |


